Blockzeiten mit Schwimmunterricht und zusätzlichen Unterrichtslektionen

Ein Komitee zusammengesetzt aus dem Gemeinderat und der Schule Muri wird im Vorfeld der Referendumsabstimmung umfassend informieren und zu einer objektiven Meinungsbildung beitragen.

 

Entwicklung der Bildungslandschaft in der Schweiz

Die Schullandschaft in der Schweiz hat eine lange Zeit hinter sich, in der sich nicht viel bewegt hat. Es war klar, dass im Frontalunterricht gelehrt wurde und Informationen erhielt man ausschliesslich aus geschriebenen Lehrmitteln. Es war eine Zeit in welcher es die Regel war, dass der Vater für die Einnahmen der Familie sorgte, und die Mutter für die Kinder da zu sein hatte. Die Verantwortung über den Unterrichtsinhalt und die Gestaltung des Schulkalenders stand ausschliesslich in der Kompetenz des jeweiligen Kantons. So war es praktisch nicht möglich, den Kanton während der obligatorischen Schulzeit zu wechseln, ohne dass man damit gewichtige Nachteile in Kauf nehmen musste.

 

Diese Zeiten sind definitiv vorbei. Die Bildungslandschaft in der Schweiz hat sich in den letzten 15 Jahren stark verändert und wird das auch in den kommenden Jahren weiter tun. Dabei hat das Schweizer Volk bei verschiedenen Urnengängen immer wieder bewiesen, dass es diese Veränderungen sieht und unterstützt. Zum Beispiel wurde HarmoS mit 86% Ja-Stimmen im Mai 2006 deutlich angenommen oder auch die letzte Abstimmung im Kanton Aargau zur familienergänzenden Kinderbetreuung im Juni 2016.

 

Angebotsentwicklung in Muri

In der Gemeinde Muri wurden nach Einreichung einer Initiative die kleinen Blockzeiten mit Randstundenbetreuung im Sommer 2012 eingeführt.

Aber nur schon in den letzten fünf Jahren hat sich wieder einiges getan. So sind umfassende Blockzeiten in der Zwischenzeit zum Standard in den Schweizer Primarschulen geworden. Selbst im Kanton Aargau haben viele Gemeinden solche bereits eingeführt. Und mit dem Lehrplan 21 steht eine definitive flächendeckende Einführung im ganzen Kanton bevor.

 

In Muri hat man versucht die Zeichen der Zeit richtig zu deuten und deshalb ein Projekt ausgearbeitet, welches umfassende Blockzeiten mit Schwimmunterricht und zusätzlichen Unterrichtslektionen vorsieht. Das Ziel des Gemeinderates und der Schule war es damit, einen mutigen Schritt in die Zukunft zu machen und vor der Einführung des Lehrplans 21 optimal vorbereitet zu sein.

An der Gemeindeversammlung vom letzten November in Muri wurde das Projekt dann auch mit grosser Mehrheit angenommen. Daraufhin hat eine Interessensgruppe das Referendum ergriffen und eine Abstimmung für den kommenden März erwirkt.

 

Informationsserie vor der Abstimmung

Dem Gemeinderat und der Schule Muri ist es wichtig, allen Interessierten vor dieser wichtigen Abstimmung die Möglichkeit zu geben, sich ein umfassendes Bild über das Projekt machen zu können und hat deshalb beschlossen, in einer Serie jeweils am Freitag im Freiämter auf Teilaspekte einzugehen und diese sachlich darzulegen. Folgende Inhalte sind vorgesehen:

 

  • Freitag, 26. Januar 2018
Gesamtrahmen
  • Freitag, 02. Februar 2018
Projektidee mit Kostenzusammenstellung
  • Freitag, 09. Februar 2018
Teilaspekt Blockzeiten
  • Freitag, 16. Februar 2018
Teilaspekt Schwimmunterricht
  • Freitag, 23. Februar 2018
Entwicklungspotential des Angebots

Zeitgleich werden die Beiträge jeweils auch auf der Homepage der Schule Muri (www.schulemuri.ch) zusammen mit weiteren Informationen aufgeschaltet. So kann man sich auch noch kurz vor der Abstimmung orientieren.

Komitee

Den Murianer Behörden ist es wichtig transparent zu informieren, weshalb hier auch veröffentlicht werden soll, wer konkret hinter den jeweiligen Beiträgen steht. Es ist ein Komitee, welches sich wie folgt zusammensetzt:

 

 Hans-Peter Budmiger Gemeindepräsident
Yvonne Leuppi Gemeinderätin, Resort Schule
 Martin Arnold Schulpflegspräsident
Hubert Anderhub Gesamtschulleiter
Jörg Hauser Stufenleiter Unterstufe

Dem Gemeinderat und der Schule geht es ausschliesslich darum sachlich zu informieren und damit hoffentlich die wichtigsten Fragen klären zu können. Eine Einmischung in den Abstimmungskampf ist nicht vorgesehen.