Blockzeiten mit Schwimmunterricht und zusätzlichen Unterrichtslektionen – Fokus Blockzeiten

Ein Komitee, zusammengesetzt aus dem Gemeinderat und der Schule Muri geht in einer kleinen Serie auf die bevorstehende Referendumsabstimmung ein. Im heutigen Teil wird auf die Blockzeiten eingegangen.

 

Als Blockzeiten wird das Verweilen der Kinder an der Schule während fünf Vormittagen pro Woche zu mindestens je vier Lektionen verstanden. Blockzeiten gewährleisten den Familien, dass ihre Kinder von 8.20 Uhr bis 11.45 Uhr in der Schule unterrichtet werden. Diese lassen sich für berufstätige Eltern mit Tagesstrukturangeboten wie dem Aufenthalt des Kindes in einer Kinderkrippe oder bei anderen Betreuungspersonen kombinieren. Die Einführung von Blockzeiten liegt in der Kompetenz der Gemeinden. Die Mehrheit der Gemeinden im Kanton Aargau haben bereits Blockzeiten eingeführt. Bis Anfang Schuljahr 2018/19 müssen jedoch alle Gemeinden aufgrund des Kinderbetreuungsgesetzes (KiBeG) ein bedarfsgerechtes Angebot an familienergänzender Betreuung bis zum Abschluss der Primarschule sicherstellen.

 

Zusätzliche Finanzierung ist notwendig

Grundsätzlich könnten Blockzeiten von den Gemeinden kostenneutral und ohne Beschluss der Gemeindeversammlung eingeführt werden. Diese Blockzeiten-Modelle ohne wiederkehrende Zusatzkosten haben für die Kinder und die Lehrpersonen zwei gewichtige Nachteile. Einerseits fallen pädagogisch wertvolle Unterrichtslektionen in Halbklassen weg, andererseits ist es den Lehrpersonen nicht mehr möglich, an der eigenen Klasse ein Vollpensum zu unterrichten. Um diese Nachteile für Kinder und Lehrpersonen auszugleichen, wurde das vorliegende Konzept umfassende Blockzeiten mit Schwimmunterricht entworfen. Dieses Modell ermöglicht weiterhin in Halbklassen zu unterrichten und bietet mit dem zusätzlichen Schwimmunterricht einen bedeutenden Mehrwert, indem die Kinder im Schwimmen eine hohe Kompetenzstufe erreichen. Diese Vorteile sind jedoch nicht gratis zu haben, aber im Vergleich zum generierten Zusatznutzen sehr moderat (siehe auch Kostenübersicht im letzten Artikel).

 

Poolstunden federn Nachteile ab

Mit der Einführung von Blockzeiten ist es anspruchsvoller, Sprachheilunterricht (Logopädie und Legasthenietherapie), Instrumentalunterricht oder Deutsch als Zweitsprache (DaZ) in die Stundenpläne der Schülerinnen und Schüler zu integrieren. Viele Eltern befürchten, dass diese Angebote nun zusätzlich auf freie Nachmittage gelegt werden müssen. Um die Integration dieser schulischen Angebote zu vereinfachen, gibt es die organisatorische Möglichkeit der so genannten Poolstunden, welche übrigens bereits jetzt in der Primarschule zur Anwendung kommen. Die Schulleitung plant zusammen mit den Klassenlehrpersonen zwei oder mehr Lektionen, in denen einzelne Schülerinnen und Schüler diese Lektionen während der regulären Unterrichtszeit besuchen können. Die Poolstunden werden deshalb schülerzentriert gestaltet, das heisst sie lassen Raum für selbständiges Lernen der Schüler und Schülerinnen durch Lernformen wie Gruppenarbeit, Wochenplan, Projektarbeit, Werkstätte oder Freiarbeit.

 

Thema vom kommenden Freitag

In der kommenden Serie werden wir den Teilaspekt „Schwimmunterricht“ näher beleuchten und dabei auf die verschiedenen Details dazu eingehen.

Sämtliche Artikel mit weiterführenden Informationen können auch auf der Homepage der Schule Muri (www.schulemuri.ch) nachgeschlagen werden.