klassenseite der Sek 4b

 

Sek 4b am Buttwiler Bastelmarkt

Am Wochenende vom 12./13. November fand in Buttwil der 1. grosse Bastelmarkt statt. Organisiert wurde dieser Event von Frau Prisca Valguarnera, Besitzerin des Bastelhüsli Buttwil.
Frau Valguarnera suchte über das SchüBü Helferinnen und Helfer für die Betreuung der Bastelstände. Ohne  zu zögern entschied sich die Klasse Sek 4b, zusammen mit der Sek 2b diesen Hilfseinsatz anzunehmen.
Während des ganzen Wochenendes wurde fleissig gebastelt. Die Angebote reichten von Drahtsterne herstellen über Lebkuchen verzieren bis hin zu „pimp your jeans“. Die Schülerinnen und Schüler unterstützten die Bastelkunden, backten Lebkuchen und schmissen das Buffet. Manch einer war nach diesem Wochenende hundemüde. Doch für alle war es ein schönes Erlebnis, denn es gab ihnen die Möglichkeit, einen guten Einsatz zu leisten. Sie halfen mit zu zeigen, dass Schülerinnen und Schüler in ihrer Freizeit nicht bloss rumhängen, sondern ihre Zeit auch sinnvoll einsetzen

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Eindrücke vom Bastelmarkt

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Klassenfahrt nach Berlin

Montag, 24.10.2011

Kribbelig warteten wir am Bahnhof Muri und konnten die Abfahrt nach Berlin kaum erwarten. Als sich die letzten von ihren Mamis und Papis verabschiedet hatten, konnte es endlich losgehen. Nach einer gemütlichen Fahrt bis Basel bestiegen wir den Nachtzug Richtung Berlin.

Nachdem das Gepäck verstaut war, machten wir es uns gemütlich. Die meisten wollten oder konnten eh nicht schlafen. So wurde es in einigen Abteilen erst sehr spät ruhig und wieder früh laut.

Dienstag, 25.10.2011

Um 07.20 Uhr kamen wir am Berliner Hauptbahnhof an. Jedoch sollte unsere gute (jedoch müde) Laune nicht lange bleiben, denn der Vertreter der Deutschen Bahn, der uns die Fahrkarten für die öffentlichen Verkehrsmittel bringen sollte, hatte uns vergessen. Nachdem wir die Tickets doch noch erhalten hatten, gingen wir zum Hotel, das direkt neben dem HB lag, um unser Gepäck zu verstauen. Da die Zimmer noch nicht bereit waren (wegen unserer frühen Ankunft), konnten wir uns noch nicht definitiv einrichten. Daher erhielten wir Gelegenheit eigenständig im HB zu frühstücken.
Danach erkundeten wir die nähere Umgebung des Hotels. Wir wanderten über die älteste Brücke Berlins, am Kanzleramt und der Schweizer Botschaft vorbei zum Brandenburger Tor. Beim Durchqueren des Tores hatten einige von uns ein eigenartiges Gefühl – wir gingen von Ost nach West. Mit der U-Bahn fuhren wir sodann zum Alexanderplatz, wo wir jedoch nur kurz Zeit hatten uns umzusehen, bevor es dann zum Hauptbahnhof zurückging.
Nachdem wir uns Sandwiches und Getränke besorgt hatten, fuhren wir mit der S-Bahn nachOranienburg. Von dort ging es per Bus weiter zur KZ-Gedenkstätte Sachsenhausen.

 
Von zwei Mitarbeitern lernten wir im Vortragsraum die Entwicklungsgeschichte der ganzen Anlage kennen. Anschliessend wurden wir zum Aufenthaltsgebäude der SS-Soldaten geführt, die mit dem Aufrechterhalten der Ordnung beauftragt waren. Schon im Vorhof konnten wir uns einen Eindruck von der gigantischen Anlage machen, die mit einer fast unüberwindbaren Mauer umgeben war. Wir gingen weiter zu den damals hoffnungslos überfüllten Schlafräumen der Inhaftierten. In einem anderen Gebäude bekamen wir einen Einblick darüber, was man denen angetan hatte, die nicht gehorcht hatten. Ein beklemmendes Gefühl überkam uns bei der Erschiessungsanlage und beim Gebäude, in dem die Nazis verschiedene Methoden ausprobierten, wie Häftlinge am effektivsten umgebracht werden konnten.
 

Nach dem eindrücklichen Nachmittag ging es zurück ins Hotel. Dort bezogen wir unsere Zimmer, wo wir uns für eine halbe Stunde etwas hinlegen konnten, bevor wir zum Abendessen verabredet waren.

 

Beim abendlichen Besuch der Kuppel des Reichstagsgebäudes erhielten wir einen Audioguide, der uns Informationen sowohl über den Reichstag als auch über die Gebäude gab, die wir von der Kuppel aus sehen konnten. Nach diesem erlebnisreichen Tag freuten sich alle aufs Bett

Mittwoch, 26.10.2011

Um 8 Uhr trafen sich alle beimFrühstück. Alle? Nein, denn die Jungs aus Zimmer 112 kamen nicht aus dem Bett und mussten sich sputen, um noch rechtzeitig zum Programmstart bereit zu sein. Nach einer kurzen Fahrt in die Stadt hatten wir erst mal ein wenig Zeit für uns, um durch die Hackeschen Höfe zu schlendern und einen Kaffee zu trinken. Danach besuchten wir die Gedenkstätte „Stille Helden“.

Wir erfuhren, dass es in Nazi-Deutschland viele Menschen gab, die unter grossen Gefahren Juden retteten, ohne jedoch namentlich auf irgendwelchen Gedenktafeln verewigt zu sein – stille Helden eben. Am späteren Nachmittag fuhren wir mit der Strassenbahn zum ehemaligen Stasigefängnis in Hohenschönhausen.

Dort erlebten wir während einer eindrücklichen Führung die Unterdrückungsmechanismen der Stasi während des DDR-Regimes. Die Führung war gleichzeitig beklemmend und doch erheiternd dank der spannenden und eindrücklichen Geschichten, die wir vom Guide (einem ehemaligen Häftling) hörten.
Nach einem spannenden und eindrücklichen Tag begaben wir uns noch für einen Kiezspaziergang nach Kreuzberg. Zurück im Hotel nutzten einige die Gelegenheit an der Bar den Tag noch gemütlich ausklingen zu lassen.

Donnerstag, 27.10.2011

Nach dem Frühstück machten wir uns auf den Weg Richtung Olympiastadion. Während einer Führung durch die riesige Anlage hatten wir die Gelegenheit, auch einen Blick in das Innere des Stadions zu werfen (Kabinen, Kapelle, Restaurant usw.).

Gegen Mittag fuhren wir zum Kurfürstendamm, oder wie der Berliner sagt, zur Kö. Dort hatten wir Zeit um unseren Hunger zu stillen und in einigen Läden herumzuschnüffeln. Nach der Mittagspause ging’s zum Bundeskanzleramt, wo wir eine Führung hatten. Doch zuerst gab’s eine nervenaufreibende Sicherheitskontrolle. Na ja, wenn die Sek 4b aus Muri unterwegs ist, dann darf nichts dem Zufall überlassen werden. Die darauf folgende Besichtigung war spannend und sehr interessant.

 

Nach dem Besuch im Bundeskanzleramt kehrten wir zum Hotel zurück und hatten etwas Zeit uns auszuruhen. Nach dem Abendessen besuchten wir das „Haus am Checkpoint Charlie“. In dieser Ausstellung wurden die Mauer, ihre Geschichte und die Geschehnisse rund um die Mauer ausführlich erklärt. Wir konnten Originalobjekte dieser Zeit sehen.

     

Um den zweitletzten Abend schön ausklingen zu lassen, fuhren wir zum Potsdamer Platz und  genehmigten uns im Kangaroo etwas Warmes. In der nächtlichen Dunkelheit machte sich nach diesem langen Tag allmählich die Müdigkeit breit, so dass es für uns alle Zeit wurde ins Hotel zurückzukehren.

Freitag, 28.10.2011

Heute ging’s in den Untergrund der Stadt. Zwei Guides erwarteten uns schon sehnlichst, da wir den Eingang zu den Berliner Unterwelten erst nicht gefunden hatten. Durch eine Stahltür gelangten wir in einen düsteren Raum, wo wir viele Informationen über die Bunker der Stadt Berlin erhielten. Unter anderem erfuhren wir, dass es während des 2. Weltkrieges in der Stadt viel zu wenig Bunker gab, dass diese den Bomben gar nicht standhalten konnten und zudem noch dreifach überbesetzt waren. Die Belüftung der Anlage war ungenügend. Die Idee zur Belüftung war schon gut – die Bauherren hatten grosse Schächte aus den U-Bahntunnels in die Bunker gebaut, damit die Luft, die die Züge vor sich her schoben, in die Räume gelangen konnte. Aber eines hatten sie nicht bedacht: bei Bombenalarm wurde der U-Bahn-Betrieb eingestellt. Daher war die Luft in den meisten Räumen dick und schlecht. Auch Krankheiten wurden schnell übertragen, denn die Menschen lebten dicht gedrängt.

Wir wurden durch die weiteren Räume des Bunkers geführt, hörten viele Geschichten vom 2. Weltkrieg und sahen Gegenstände, die bis heute erhalten sind. Es war ein komisches Gefühl durch diese aus kaltem und grauem Beton bestehenden Räume zu wandern. Danach besuchten wir die East Side Gallery in Berlin-Friedrichshain. Hierbei handelt es sich um ein nach dem Fall der Berliner Mauer im November 1989 von 118 Künstlern aus 21 Ländern bemaltes Stück der Mauer, das heute der grösste und bekannteste erhaltene Rest der Berliner Mauer ist. Diese Gallery der besonderen Art zu besichtigen war ein tolles Erlebnis.

   

Die Mittagspause ging sehr schnell vorüber. Dann machten wir uns auf den Weg zum Jüdischen Museum. Wir mussten zuerst eine Sicherheitskontrolle über uns ergehen lassen, bevor wir in den Eingangsbereich gelangen konnten. Nachdem wir alle einen IPod erhalten hatten, machten wir uns auf Entdeckungsreise. Durch die Kopfhörer erhielten wir Informationen zur Architektur, zur jüdischen Geschichte und zu den unzähligen Ausstellungsobjekten.

Wir hatten das Museum durch das Untergeschoss betreten und gelangten zu den drei Achsen. Als erstes wurden wir mit der „Achse des Exils“ und mit der „Achse des Holocaust“ konfrontiert. Hierbei ging es um die Zeit der Judenverfolgung. Hier konnten wir persönliche Dokumente und Erinnerungsstücke betrachten und ihre Geschichte dazu lesen. Die dritte Achse, die „Achse des Kontinuität“, führte uns eine grosse Treppe hinauf, wobei wir das erste Mal die einzigartige Architektur des Museums bewundern konnten. Diese Treppe führte zu den zwei Ebenen dieser Achse und zu einer grossen Ausstellung, die dem Besucher deutlich aufzeigt, wie eng die jüdische Kultur mit der deutschen Geschichte verbunden ist. Wir hätten stundenlang durch die Räume gehen können – auch mehrmals, denn es gab immer wieder Neues zu entdecken. Doch bald schon mussten wir das Museum wieder verlassen.

Nach dem Abendessen brachen wir auf in Richtung Spree. Eine nächtliche Schifffahrt stand auf dem Programm. Berlin by night was just fantastic. Eindrücklich war es, die ganzen funkelnden Lichter der Stadt zu sehen. Leider war es an Deck schon sehr kalt. Daher gingen die meisten nach unten ins Schiffsrestaurant, um etwas zu trinken und zu essen. Doch ein paar ganz Hartgesottene verbrachten die ganze Fahrt auf Deck. Den letzten Abend auf der Spree zu verbringen war der perfekte Abschluss des Klassenlagers.

Samstag, 29.10.2011

Schon war der letzte Tag da. Um 7.45 Uhr gab’s Frühstück. Danach wurden die Koffer gepackt und die Zimmer aufgeräumt. Da wir alle sehr zügig arbeiteten (oder die Arbeit für uns machen liessen), hatten wir noch genügend Zeit für einen letzten Abstecher in die Stadt. Zu Fuss ging’s ein letztes Mal vorbei an der Schweizer Botschaft, dem Kanzleramt und dem Reichstag zum Brandenburger Tor. Nochmals schritten wir von Ost nach West. In einer kleinen italienischen Bar „Unter den Linden“ tranken wir noch einen Kaffee und genossen leckere Croissants.

Viel zu schnell wurde es Zeit zum Hotel zurück zu kehren, unsere Koffer zu holen und zum Bahnhof zu gehen. Nachdem sich alle ihre Verpflegung organisiert hatten, bestiegen wir den ICE Richtung Schweiz. Es wurde gelesen, geschlafen, gelacht, fotografiert.

  

Die Zeit verging im Fluge, und aus den Lautsprechern ertönte schon bald die Durchsage: „Nächster Halt Olten“. Von dort war es nicht mehr weit bis nach Muri, wo wir schon sehnlichst von Müttern, Vätern, Geschwistern, Freundinnen und Freunden erwartet wurden.

Eine spannende und tolle Woche ist passé, doch die Erinnerungen bleiben.